Silvaner Forum e.V.: Der internationele Silvaner Wettbewerb
Die Goldene Rebschere als Auszeichnung für die Sieger in den einzelnen Kategorien.

    Goldene Rebschere für die Sieger des Silvaner-Wettbewerbs 2017

    Bild vlnr:
    hintere Reihe:
    Hermann Mengler (Leiter des Wettbewerbs), Josef Brunner und Thomas Dorfmann (Eisacktaler Kellerei), Christoph Steinmann (Weingut Christoph Steinmann) , Bernd Russbach (Weingut Russbach), Johannes und Maria Popp (Weingut Ernst Popp), Ingo Holland (Altes Gewürzamt), Romana Echensperger (MW)
    vordere Reihe:
    Jochen und Michaela Meintzinger (Weingut Meintzinger), Isabella Remling (Weingut Christoph Steinmann), Christina Schneider (Deutsche Weinprinzessin), Klaus und Miriam Höfling (Weingut Höfling) , Artur Steinmann (Vorsitzender Silvaner Forum).

     

    Die Sieger des Internationalen Preises des Silvaner Forums 2017 stehen fest.
    Am Dienstag, den 8. August 2017 wurden die Winzer für ihre besten Silvaner-Weine des Wettbewerbs durch den Vorsitzenden Artur Steinmann und die Deutsche Weinprinzessin Christina Schneider mit der Goldenen Rebschere des Silvaner Forums ausgezeichnet. In der neuen Kochschule von Ingo und Kilian Holland („Altes Gewürzamt“, Klingenberg am Main) führten Romana Echensperger, Master of Wine und Hermann Mengler, Fachberater Oenologie des Bezirks Unterfranken durch den genussvollen Abend. Zu den Sieger-Silvanern des Wettbewerbs gab es allerbeste kulinarische Begleitung aus Hollands Gewürz-Kräuter-Küche. Ingo Holland hatte jeden der Sieger-Silvaner in der Kombination mit einem speziellen Gericht nach seinem Gusto interpretiert. Dieses raffinierte Spiel zwischen Speisen und Weinen ist genau die Bühne, die der Silvaner liebt, und auf der er seine Stärke als exzellenter Menüwein unterstreichen kann.

    Erfreulich gute Beteiligung am Silvaner-Wettbewerb
    Eine hochkarätige Jury, besetzt mit 52 Fachleuten, darunter Weinjournalisten, Sommeliers und versierte Silvaner-Kenner, verkostete in diesem Frühjahr in der LWG in Veitshöchheim 427 Silvaner aus den deutschen Anbaugebieten sowie aus Italien und aus Frankreich. Die meisten Anstellungen kamen aus Franken (60%), gefolgt von Rheinhessen (32%). Die Weine wurden in fünf Kategorien eingeteilt und bewertet: Basic, Premium, Solitär, Nobel und Gereift - dazu die Sonderwertung International.

    Die Siegerbetriebe: Weingut Christoph Steinmann (Sommerhausen) in der Kategorie „Basic“, Weingut Russbach (Eppelsheim) in der Kategorie „Premium“, Weingut Meintzinger (Frickenhausen) in der Kategorie „Solitär“, Weingut Ernst Popp (Iphofen) in der Kategorie„Gereift“, Weingut Höfling (Eußenheim) in der Kategorie „Nobel“ und die Eisacktaler Kellerei aus Klausen in der Wertung „International“.

    Bodengeprägte Vielfalt
    „Ich bin begeistert davon, dass wir in diesem Jahr sehr großen Zuspruch zu unserem Wettbewerb bekamen. Es wurden herausragende Silvaner angestellt und der Punktunterschied zwischen dem jeweiligen Gewinnerwein und den Plätzen war manchmal nur winzig. Der Silvaner positioniert sich immer mehr im Bewusstsein der Weinliebhaber und der Fachleute als großer Wein und perfekter Speisengebleiter. Er ist eine bodengeprägte und zugleich vielseitige Rebsorte mit einem enormem Potenzial!“, freute sich Artur Steinmann, Vorsitzender des Silvaner Forums und machte deutlich, dass der Wettbewerb dieser Rebsorte eine neue Beachtung gebracht hat. Der Silvaner steht für Authentizität, er steht für Tradition und zugleich auch für Zukunft. Steinmann verwies auf die Differenzierung in die einzelnen Wettbewerbskategorien, die ein Indiz für das enorme Spektrum und die Typen-Vielfalt des Silvaners ist. Sein besonderes Augenmerk galt den Kategorien „Solitär“ und „Gereift“, mit denen zum einen die stilistisch sehr individuellen Silvaner-Unikate ins Blickfeld rücken und andererseits das Reifepotenzial des Silvaners bei den mehr als 10 Jahre alten trockenen Menüweinen herausgestellt wird.

    Silvaner als großartiger Speisen-Begleiter
    Auch Hermann Mengler, Fachberater Oenologie des Bezirks Unterfranken und Leiter des Wettbewerbs, konnte feststellen, dass neben einer ganzen Reihe von Silvanern aus dem aktuellen Jahrgang insbesondere in den Kategorien „Premium“ und „Solitär“ viele Weine aus den Jahrgängen 2015 und 2014 im Wettbewerb dabei waren, aber auch sehr lebendige Weine aus den Jahrgängen 2012 oder 2009 – ein Indiz für das beachtliche Reifepotenzial des Silvaners. Mengler war begeistert von der Qualität der eingereichten Silvaner: „Der Silvaner kommt ohne den großen Auftritt aus – er hat aber eine grandiose Präsenz bei Tisch!“

    Auch die renommierte Silvaner-Expertin Romana Echensperger geriet ins Schwärmen:
    „Der Silvaner hat für mich die modernste Weinstilistik, die wir derzeit in Deutschland kennen. Er hat viel Struktur, wirkt aber nie massiv und findet immer eine gute Balance.Hinzu kommt seine zurückhaltende und gleichzeitig feine, vegetative Aromatik. Perfekt für die heutige Art zu kochen – mit weniger Fett, leichter und mit viel Gemüse, Kräutern und Gewürzen“. Romana Echensperger weiß sich mit ihrer Einschätzung in prominenter Gesellschaft. Die Britin Jancis Robinson, Master of Wine und eine der bekanntesten Weinkritikerinnen der Welt, hat dieser Tage in einem “Weinwisser“-Interview eine Lanze für den Silvaner gebrochen und sieht für diese Rebsorte gerade bei den trendbewussten Sommeliers eine gute Perspektive.

    Viele neuen Namen in der Siegerliste
    In der Siegerliste des Wettbewerbs 2017 stehen viele neue Namen, die erstmals die Goldenen Rebschere mit nach Hause nehmen konnten. Sie sind damit neue Botschafter für den Silvaner und machen zugleich deutlich, dass die klassische Rebsorte viele kompetente Impulsgeber hat. Die Goldene Rebschere ist das Symbol für herausragende Silvaner-Weine. Sie wird an die Sieger des Wettbewerbs um den Internationalen Preis des Silvaner Forums vergeben, der in diesem Jahr zum 9. Mal ausgetragen wurde.

    Die gesamte Liste der Sieger 2017